Dornröschen

Der Text „Dornröschen“ bezieht sich auf eines von – tja – leider vielen „Liebesdramen“ in meiner Vergangenheit. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass ein Teil in mir das Leiden in der Liebe gesucht und immer wieder gefunden hat. Ich habe mich selbst am intensivsten gespürt, wenn ich mich verliebt habe, aber auch wenn ich Liebeskummer hatte. Dies war mir damals nicht wirklich bewusst bzw. war ich nicht bereit, mein schädliches Muster aufzugeben. Zu groß war die Angst vor meiner inneren Leere. Doch irgendwann wurde ich mutig und stark. Ich habe begonnen, an mir zu arbeiten. Es hat lange gedauert und manchmal ist es immer noch schwierig, ohne die mir vertraute Art von Intensität zu leben. Die Dramen liegen nun weit hinter mir und es fühlt sich gut an, meine Mitte zu spüren, ohne zu hoch zu fliegen und zu tief zu fallen.

Es schläft die Liebeslust in meinem Mund
ein Kuss liegt müde neben den Lippen
versteckt sind die Triebe inmitten der Dornen

ich bin entzaubert
vom verlogenen Märchen
und möchte nun schlafen
Jahr für Jahr
so schwer wie Blei
so leer und lahm

mein Prinz war ein Teufel
mein Herz ist ein Stein
gute Nacht
sagt der Wind
ruhe süß und allein

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