Bajina Bašta und Nationalpark Tara

Die kleine Stadt Bajina Bašta liegt am Rande des Nationalparks Tara im Südwesten von Serbien. Wir befinden uns hier an der Grenze zu Bosnien und die beiden Länder werden im Grunde nur durch den Fluss Drina geteilt. Ich Johannsen bin hier mit Partner, Kindern, Schwager und Schwägerin für ein paar wenige Tage auf Urlaub. Eigentlich viel zu wenig Zeit, um alle Ecken und Enden dieser Gegend zu erkunden, vor allem, wenn uns gleich am ersten Tag mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht.

An unserem Ankunftstag ist die Hitze kaum erträglich, weshalb wir nach Ankunft den restlichen Tag einfach nur im Pool unserer Unterkunft chillen und nichts weiter unternehmen. An unserem ersten vollen Tag hier regnet es leider in Strömen. Man kann im Grunde nichts unternehmen, und es hat auch ziemlich abgekühlt. Meine Tochter wagt sich trotzdem in den Pool, nicht mal das schlechte Wetter kann sie aufhalten.

Gegen Ende wird das Wetter wieder besser und wir können den Pool und den Fluss nochmals so richtig auskosten.

Unsere Unterkunft

Die Unterkunft ist ein schnuckeliges Holzhäuschen, ca. 80 m2, etwa 3 km außerhalb von Bajina Bašta. Hier können gemütlich 4-6, eventuell auch 8 Personen gemeinsam Urlaub machen. Das Häuschen liegt an einem Hang mit direktem Zugang zur Drina, hat aber auch einen privaten Pool. Es gibt auch ein Spielhäuschen und ein Trampolin für Kinder und eine große Wiese perfekt zum Badminton spielen etc., und eine überdachte Terrasse mit eigenem Grill. Hier haben wir wirklich alles, was wir brauchen. Wir haben außer den Vermietern, die neben Serbisch auch Deutsch und Englisch sprechen, keine direkten Nachbarn. Unsere Kinder lieben es hier.

Die Šarganbahn

Heute machen wir einen Ausflug in den Ort Mokra Gora im Nationalpark Tara. In Mokra Gora liegt der Bahnhof, von dem aus die Šarganbahn oder auch Šarganska osmica startet. Mein Schwager meinte, dass das ein schönes Programm für die Kinder wäre, mit dieser touristischen, schmalspurigen Gebirgsbahn zu fahren. Den Kindern hat das tatsächlich auch total Spaß gemacht, mir persönlich war das jedoch zu wenig Bewegung an diesem Tag. Ich hätte das lieber mit einer kleinen Wanderung kombiniert, aber wenn man eine größere Gruppe von Leuten und vor allem auch Kinder dabei hat, muss man sich halt der Mehrheit beugen 🙂

Drvengrad

Nahe bei Mokra Gora und der Šarganbahn liegt Drvengrad oder auch Küstendorf, das ein recht neues, touristisches Bergdorf ist und von dem serbischen Filmregisseur Emir Kusturica gegründet wurde. Wir müssen Eintritt bezahlen, um das Dorf besichtigen zu dürfen, aber das kostet nicht viel. Wir schlendern über einen offenen Platz, ringsum sind wir umgeben von Bergen. Der Hauptplatz ist umringt von authentischen Holzhäuschen. Manche dieser Häuschen kann man als Apartments mieten, es gibt aber auch noch Restaurants, Souvenirshops, und so weit ich gehört habe auch ein unterirdisches Kino. Die Straßen sind nach internationalen Schauspieler*innen und Berühmtheiten benannt.

Bajina Bašta

Bajina Bašta ist ein kleines Städtchen, das nur einen Sprung von unserer Unterkunft entfernt liegt und das wir auf unseren Ausflügen immer durchqueren müssen, um in den Nationalpark zu gelangen. Ein paarmal stoppen wir hier, um Einkäufe zu machen und kurz durchs Zentrum zu spazieren. Hier ein paar Eindrücke.

Perućacsee

An einem der Tage besuchen wir mehrere Ausflugsziele. Zuerst fahren wir zum See Perućac, einem Stausee, der zwischen Bajina Bašta in Serbien und Višegrad in Bosnien liegt. Vom Stausee selbst war ich nicht so beeindruckt, aber als wir dann zum Aussichtspunkt Zelenka fuhren, war der Anblick des Stausees da unten umringt von Bergen doch recht atemberaubend.

Banjska Stena

Banjska Stena ist ein Aussichtspunkt im Nationalpark Tara mit Blick auf den See Perućac und die Schlucht, durch die sich der Fluss Drina zieht. Vom Ort Mitrovac muss man allerdings 5 km lang einen Schotterweg durch den Wald fahren, um in die Nähe des Aussichtspunktes zu gelangen. Ich wäre das auch zu Fuß gegangen, aber die Family war leider nicht sehr motiviert.

Zaovinsko jezero

Zum See Zaovine, ebenfalls ein Stausee, haben wir es nur kurz geschafft, da die Kinder nach so viel Fahrerei und Viewpoints einfach nur noch nach Hause und in den Pool wollten. Wir haben also nur einen kurzen Blick auf den See erhascht und sind dann umgekehrt. Den Kindern zu liebe, aber mit dem Wunsch und dem Versprechen eines Tages wieder zu kommen, um diese Gegend noch mehr zu erkunden.

Fazit: Unsere Unterkunft war ein Traum, und ich kann sie allen, die einen ruhigen Urlaub in der Natur und abseits des Massentourismus verbringen wollen, wärmstens empfehlen. Das Gebiet um Bajina Bašta und der Nationalpark Tara haben sehr viel zu bieten. Es gibt noch so viele Dinge, die ich hier noch nicht entdeckt habe und ich möchte auf jeden Fall wieder kommen. Ich würde auch gerne die bosnische Seite und die Stadt Višegrad erkunden. Wer Freude an Outdooor Aktivitäten hat, wird hier auf jeden Fall fündig. Kajak fahren, Rafting, Reiten, Schwimmen, Fischen, Wandern, Skifahren und noch vieles mehr…

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